Wer wir sind
DemokraViTo ist nicht in einem Büro entstanden. Es ist aus Gesprächen entstanden, aus dem Gefühl, dass etwas fehlt. Dass die Lücke zwischen dem, was Politik verspricht, und dem, was Menschen erleben, immer größer wird. Und dass niemand diese Lücke schließt.
Wie es begann
Die Idee hatte keinen großen Startschuss. Sie wuchs aus der Beobachtung, dass Menschen nicht deshalb aufhören zu wählen oder aus Protest wählen, weil sie die Demokratie ablehnen, sondern weil sie das Gefühl haben, dass niemand zuhört. Dass die Themen, die ihren Alltag bestimmen, in den großen Debatten schlicht nicht vorkommen.
DemokraViTo wurde als Antwort darauf gegründet. Keine Partei, keine Kampagne, keine Plakate. Eine Initiative, die dorthin geht, wo Menschen leben, und dort beginnt, wo das Vertrauen verloren gegangen ist, mit Zuhören.
Die Gründungsgruppe kommt aus verschiedenen Teilen Deutschlands, mit verschiedenen Hintergründen und politischen Erfahrungen. Was uns verbindet, ist keine gemeinsame Partei und keine gemeinsame Weltanschauung, sondern eine gemeinsame Überzeugung: Demokratie ist nicht selbstverständlich, und sie verteidigt sich nicht von allein.
Warum jetzt
Demokratie war nie selbstverständlich, aber sie stand selten so unter Druck wie heute. Antidemokratische Bewegungen nutzen gezielt das Vakuum, das entsteht, wenn Menschen das Gefühl haben, dass niemand mehr zuhört. Sie besetzen Begriffe, verbreiten Desinformation und normalisieren Positionen, die die Grundlagen unseres Zusammenlebens in Frage stellen.
Das ist kein abstraktes Problem. Es passiert in deutschen Parlamenten, in sozialen Medien, bei Stammtischen und auf Marktplätzen. Und es passiert schneller, als viele bereit sind wahrzunehmen.
DemokraViTo ist eine direkte Antwort darauf. Nicht mit Gegenlautstärke, nicht mit erhobenem Zeigefinger. Sondern mit dem Einzigen, was nachhaltig wirkt: echten Gesprächen mit Menschen, die noch erreichbar sind. Und das sind deutlich mehr, als man denkt.
Unsere Haltung
Wir sind überparteilich. Das bedeutet nicht, dass wir keine Haltung haben, die haben wir, auf dem Fundament des Grundgesetzes. Es bedeutet, dass wir keine Partei bevorzugen und keine bevorzugen werden. Wer zu unseren Veranstaltungen kommt, soll sich nicht fragen müssen, ob er hier politisch eingeordnet wird.
Wir belehren nicht. Das klingt einfacher, als es ist. Es bedeutet, dass wir in Gespräche gehen, ohne vorher zu wissen, was dabei rauskommen soll. Dass wir zuhören, bevor wir reden. Dass wir Fragen stellen, statt Antworten zu verteilen.
Und wir machen Fehler, das gehört dazu. Eine Initiative, die behauptet, alle Antworten zu haben, hat aufgehört zuzuhören. Wir lernen mit jeder Veranstaltung, mit jeder Begegnung, mit jedem Gespräch, das anders läuft als gedacht.
Wir reden mit allen, wirklich mit allen. Mit Menschen, die konservativ denken, mit Menschen, die links denken, mit Menschen, die aufgehört haben zu wählen, mit Menschen, die aus Frust protestieren. Eine Bedingung gibt es: gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft, andere Menschen als gleichwertig anzuerkennen. Wer die Würde anderer Menschen grundsätzlich ablehnt oder demokratische Spielregeln nicht als Grundlage akzeptiert, ist nicht unsere Zielgruppe, nicht weil wir Angst vor dem Gespräch haben, sondern weil ein Gespräch zwei Menschen braucht, die einander zuhören wollen.
Was uns antreibt
Demokratie ist nicht perfekt. Aber sie ist das einzige System, das Fehler korrigieren kann, ohne alles zu zerstören, und alleine das ist es wert, sie zu verteidigen.
Was uns antreibt, ist die Gewissheit, dass das Gespräch der Anfang von allem ist. Nicht das perfekte Argument, nicht die richtige Statistik, nicht die überzeugendste Rede. Das Gespräch. Auf Augenhöhe, ohne Agenda, mit echtem Interesse an dem Menschen gegenüber.
Solidarität statt Spaltung ist nicht nur unser Motto. Es ist eine Arbeitsanweisung.
Wer hinter DemokraViTo steht
Hallo, ich bin Melly, 37 Jahre alt, lebe in Bielefeld und gestalte mein Leben bewusst nach dem, was mir wirklich wichtig ist: Solidarität, Verständnis und echte Verbindung zwischen Menschen. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Frieden, Tierschutz und Klimaschutz sind keine abstrakten Themen für mich, sie sind Teil meines Alltags.
Ich habe DemokraViTo initiiert, weil ich erkannt habe, dass unsere Gesellschaft zunehmend von Spaltung bedroht ist. Innerhalb des Projekts übernehme ich eine zentrale organisatorische Rolle. Ich sorge dafür, dass Ideen strukturiert entwickelt, koordiniert und erfolgreich umgesetzt werden, damit die Ziele des Projekts nachhaltig verwirklicht werden können. Auch meine Arbeit im sozialen Bereich als pädagogische Mitarbeiterin hat mich dabei sehr geprägt. Ich habe gelernt, Menschen in ihrer Individualität wahrzunehmen, aktiv zuzuhören und vertrauensvoll mit ihnen umzugehen. Diese Haltung begleitet mich bis heute, weit über den Beruf hinaus.
Auch persönliche Herausforderungen haben mich geformt. Sie haben mir gezeigt, wie wichtig Selbstfürsorge, gegenseitige Unterstützung und innere Stärke sind, und wie man an schwierigen Momenten wachsen kann. Respekt und Mitmenschlichkeit sind für mich deshalb keine schönen Worte, sondern Dinge, die ich täglich leben möchte.
Das bringe ich in DemokraViTo ein. Jeder Mensch soll sich willkommen, gehört und wertgeschätzt fühlen, egal woher er kommt, wie alt er ist oder welche Geschichte er mitbringt.
Privat liebe ich es, kreativ zu sein, neue Ideen zu entwickeln und Räume zu schaffen, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen. Ich glaube daran, dass nachhaltige Veränderung möglich ist, wenn wir miteinander statt übereinander sprechen.
❤️ Danke, dass ihr Teil von DemokraViTo seid.
Ich bin 33 Jahre alt, lebe in Tengen im Hegau und komme aus dem Handwerk, nicht aus der Politikwissenschaft. Lange Zeit habe ich auf dem Bau als Montagearbeiter gearbeitet, mich danach als Landschaftsgärtner versucht und schließlich im Metallbau als Konstruktionsschlosser und Schweißer gearbeitet.
Politisch interessiert habe ich mich schon früh. Themen wie soziale Gerechtigkeit, Fake News und die psychologischen Mechanismen hinter Verschwörungstheorien haben mich nie kaltgelassen. Schon früh habe ich mich intensiv mit antidemokratischen Strömungen beschäftigt, lange bevor diese Themen in der breiten Öffentlichkeit so präsent waren wie heute.
Lesen ist für mich mehr als Zeitvertreib, es ist die Grundlage für alles, was ich bei DemokraViTo mache. Allein in diesem Jahr habe ich schon 36 Bücher gelesen, von den Stoikern wie Epiktet, Seneca und Marc Aurel bis zu zeitgenössischen Autorinnen und Autoren wie Thomas Piketty, Leonie Schöller und Martyna Linartas. Diese Mischung aus Lebensphilosophie und gesellschaftspolitischer Analyse prägt, wie ich an Themen herangehe: mit Ruhe, aber ohne mich vor unbequemen Wahrheiten zu drücken. Auch eigene Erfahrungen mit gesundheitlichen Belastungen haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass Menschen sich gesehen und ernst genommen fühlen, gerade wenn ihre Situation von außen nicht sichtbar ist.
Bei DemokraViTo bin ich für die Kassenführung verantwortlich und stehe Melanie als stellvertretender Vorsitzender zur Seite. Ich kümmere mich um Öffentlichkeitsarbeit, suche Kontakte und versuche, Menschen und Organisationen zu verbinden, die sich für unser demokratisches Zusammenleben starkmachen. Und ich schreibe unsere Standpunkt-Artikel, weil ich glaube, dass politische Bildung dort ankommen muss, wo Menschen wirklich leben und arbeiten, so wie ich selbst lange gearbeitet habe.
Stimmen aus der Gemeinschaft
DemokraViTo lebt von den Menschen, die es tragen. Hier kommen einige von ihnen zu Wort.
Ich bin Gründungsmitglied des Vereins und von Anfang an mit Herz und Seele dabei. Schon immer habe ich einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit gehabt, aber erst während der Corona-Pandemie habe ich angefangen, mich wirklich mit Politik zu beschäftigen. Gegen jede Form der Diskriminierung, Ausgrenzung und Intoleranz bin ich, solange ich denken kann, und setze mich regelmäßig für Gleichberechtigung und Toleranz ein. Neben Menschenrechten liegen mir auch Tierrechte sehr am Herzen, und ich engagiere mich seit über 20 Jahren im Tierschutz.
Ich finde das Projekt DemokraViTo extrem wichtig, weil ich unsere Demokratie aktuell als bedroht ansehe. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, sie zu verteidigen. Durch die Stadtgespräche erhoffe ich mir, möglichst viele Menschen zu erreichen, Menschen, die genau wie ich bis vor kurzem an Politik nicht wirklich interessiert waren, und ich möchte ihnen Politik auf eine angenehme Art und Weise näherbringen.
Es ist nie zu spät, anzufangen, sich mit Politik zu beschäftigen. Ich möchte, dass die Menschen verstehen, dass unsere Demokratie nicht selbstverständlich ist und dass das Recht zu wählen ein Privileg ist. Auch möchte ich Menschen abholen, die unzufrieden mit der aktuellen Politik sind. Ihnen möchte ich zuhören und ihnen das Gefühl geben, verstanden zu werden, mit ihrem Frust und ihrer Unzufriedenheit nicht allein zu sein. Ich kann es kaum abwarten, mein erstes Stadtgespräch zu moderieren.
Einen wunderschönen guten Hallo! Neben der ehrenamtlichen Arbeit als Klientenvertreter für Menschen mit psychischen Behinderungen arbeite ich in einem Inklusionscafé. Seit einigen Jahren befasse ich mich mit Sozialpsychologie in Kombination mit politischen Themen, jedoch leider nur als Hobby ohne Studium.
Soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, aber auch sachlicher Austausch und respektvoller Umgang sind, wie ich finde, die wichtigsten Grundbausteine einer funktionierenden Gesellschaft. Politisch ordne ich mich ungern ein, sondern halte es lieber so, dass ich aufgrund meiner Haltung und Werte das wähle, was diesen am ehesten entspricht. Denn eine Identifikation mit einer Partei oder politischen Richtung hat zur Folge, dass Kritik einen selbst angreifbar macht und in eine Verteidigungshaltung drängt. Das trägt weniger zu einer Lösung bei, als dazu, dass Gegenstimmen abgeblockt werden.
Genau das zeigt sich derzeit in unserer Gesellschaft. Mir fallen Dynamiken im politischen wie gesellschaftlichen Rahmen auf, die mir zu denken geben. Das zieht sich durch alle Parteien und alle politischen Richtungen. Wir dürfen und sollten uns, wenn man mich fragt, wieder mehr für Gespräche öffnen und Meinungen zulassen, auch wenn sie mit unseren nicht übereinstimmen.
Aus diesem Grund bin ich Gründungsmitglied und Teil von DemokraViTo. Ein Muster ist mir aus vielen Gesprächen immer wieder begegnet: Wir suchen alle nach Sicherheit, Stabilität, Fairness, finanzieller Absicherung und nach einer Politik, die es sich zur Aufgabe macht, den Bürgerinnen und Bürgern zuzuhören. Der Unterschied ist, dass wir das in unterschiedlichen Parteien erkennen wollen, die uns unterschiedliche Lösungen präsentieren. Die Lösung liegt zwischen alledem, und wenn wir es schaffen, wieder zusammenzuarbeiten, finden wir sie, ohne in irgendein Extrem oder eine Form der Diktatur abzugleiten.
Für ein Miteinander statt Gegeneinander.
Lust, uns kennenzulernen?
Wir freuen uns über alle, die mitgestalten wollen, ob bei Stadtgesprächen, Begegnungsformaten oder im Hintergrund.
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